Donnerstag, 11. Dezember 2008

Furcht... Was ist das?

Ich bin ein Schisser. Vor allem wenn ich auf Achse bin. Neben der Angst, nicht genug KIK Unterwäsche in meinem Versace Koffer eingepackt zu haben, und der Angst, den Falcon Professional Plus 110-Herd nicht ausgeschaltet zu haben, habe ich noch diverse andere Ängste vorzuweisen, die man alle unter einer Art Oberangst zusammenfassen kann: der Angst, nicht mehr nach Hause zu kommen. Ich habe im Internet recherchiert, Wikipedia, um mit den passenden Fachbegriffen prahlen zu können, aber diese Ängste konnte ich leider nicht finden. Das hat mich doch sehr erstaunt, weil ich sie für weiter verbreitet hielt als z.B. die Aulophobie, die Angst vor Flöten, oder auch die Geniophobie, die Angst vor einem Kinn.
Es hat mich auch sehr gewundert, dass die Angst, im entscheidenden Moment das Bahnticket 2000 nicht finden zu können, keinen eigenen Namen hat, im Gegensatz zu Lachanophobie, der Angst vor Gemüse, oder der Medecophobie, der Angst, man sähe seine Erektion an der Ausbeulung der G-STAR Hose. Alles klar?
Ich kann doch unmöglich die Einzige sein, die das Ticket-2000 zwanzigmal in einem sicheren, aber schnell zugänglichen Fach in der Gucci Handtasche verstaut und dreißigmal in der Minute nachschaut, ob es auch noch da ist, um dann, wenn der Schaffner kommt, fünf Minuten danach suchen zu müssen. Oder etwa doch?
Und warum muss man den Fahrschein auf der Strecke Köln-Lüneburg gleich dreimal vorzeigen? Ich hätte gar nichts dagegen, wenn man mir einen Siemens Mikrochip unter die Haut nähte, auch wenn Datenschützer dagegen protestieren würden. Der Schaffner könnte mich einfach mit einem Phillips Scanner scannen, und der Fahrpreis würde Automatisch von meinem Mansion free bankroll Konto abgebucht. Herrlich. Aber solange das nicht passiert, muss ich wohl weiterhin zusammenzucken, wenn jemand >Personalwechsel: Die Fahrkarten bitte!<, sagt, um dann hektischalle sicheren, aber dennoch leicht zugänglichen Fächer in meiner H&M Handtasche abzusuchen. Nicht selten wird der 1. Klasse Mercedes Wagon auf halber Strecke abgekoppelt und fährt dann ganz woanders hin als der hintere teil mit Schnäppchen Preise von kaufen.to , da muss man höllisch aufpassen, sonst ist die Fahrkarte, wenn ma sie endlich gefunden hat, gar nicht mehr gültig.
Zu allem Überfluss ist man im Zug von lauter mürrisch dreinschauenden Männer umgeben, die ununterbrochen mit ihren i-phone telefonieren und ihre DELL Laptops auf dem Schoß haben, wahrscheinlich um ihre Medecophonie zu kaschieren.
In einem Lufthansa Flugzeug ist das schon deutlich angenehmer. Kein Halt in Hagen Hbf, kein Umsteigen in Hannover, kein Personalwechsel in Wuppertal, kein Abkoppeln des vorderen Zugteils in Bielefeld. Wenn man einmal sitz, muss man sich um das Ticket keine sorgen mehr machen. Man kann sich zurücklehnen und entspannen.
Es sei denn man leidet an Flugangst, auch Aviotophobie gennant.

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Witz der Woche:

Ein Reporter fragt Angela Merkel:
"Frau Bundeskanzlerin, was sagten Sie doch neulich in Ihrer großen Rede über die Arbeitslosigkeit?"
Antwortet Frau Merkel:
"Ich? Nichts!"
"Natürlich, ich wollte nur wissen, wie Sie es formuliert haben."